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Mobile Computer, die Fußball spielen
Roboter: „Darmstadt Dribbling Dackels“ gewinnen die German Open und fahren im Juni zur Weltmeisterschaft nach Japan

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Sie sind wohl die ersten Fußballer eines Darmstädter Teams, die sich Deutscher Meister nennen dürfen und überdies zu einer Weltmeisterschaft fahren: Die „Darmstadt Dribbling Dackels“, etwa 20 Zentimeter hohe Roboter auf vier Beinen, die in ihrem Aussehen tatsächlich Hunden ähneln – Pfoten und Schwanzwackeln inklusive.

Mitte April besiegten die Roboter der Technischen Universität (TU) in Paderborn im Endspiel um die German Open das Team der Berliner Humboldt-Universität mit 1:0 und holten nach einem zweiten Platz im vergangenen Jahr den Pokal erstmals nach Darmstadt.

Sehr zur Freude ihrer Trainer, Professor Oskar von Stryk vom Fachbereich Informatik sowie sieben Studenten, alle im besten Fußballer-Alter. Zurzeit befinden sich die „Dribbling Dackels“ im Trainingslager in der Alexanderstraße, um sich auf die Weltmeisterschaften vom 17. bis 23. Juni im japanischen Fukuoka vorzubereiten. Also während der Zeit, in der auch Rudi Völlers Nationalelf hofft, bei der richtigen Fußball-WM in Japan und Südkorea (von 31. Mai bis 30. Juni) noch dabei zu sein. Oskar von Stryk: „Wir haben das gleiche Minimalziel wie die deutsche Fußballnationalmannschaft: das Überstehen der Vorrunde.“ Neben Darmstadt stellen die Universitäten aus Berlin, Bremen und Dortmund ihre Roboter-Spieler zur Verfügung. Und auch wenn die nicht ganz so gut Fußball spielen können wie ihre menschlichen Kollegen, schneller rechnen können sie allemal.

„Was sehr leicht aussieht, ist in Wahrheit äußerst kompliziert“, sagt von Stryk. Martin Kallnik ergänzt: „Seine Position muss der Roboter selbst bestimmen, ebenso die Position seiner Mitspieler, Gegner und die des Balles. Unsere Roboter sind quasi mobile PCs mit 200-MHZ-Prozessoren.“ Ihre Position bestimmen die „Dackels“ mittels einer Kamera, die 25 Bilder pro Sekunde liefert. Michael Kunz: „In der Einfünfundzwanzigstel-Sekunde muss nicht nur die Bildauswertung vorgenommen, sondern auch die 12 Motoren angesteuert werden. Zudem muss der Roboter entscheiden, wie und wohin er sich bewegt.“

Und obwohl seit vergangenem Jahr Fortschritte erzielt wurden, beispielsweise eine genauere Selbstlokalisierung und eine Änderung des Laufstils, damit die Roboter nicht mehr so leicht umfallen, haben sie dennoch ein Handicap gegenüber der Konkurrenz: Sie können nicht miteinander kommunizieren. „Im vergangenen Jahr hatten das die ersten drei Teams der Weltmeisterschaft“, sagt von Stryk.

Die Darmstädter haben bisher darauf verzichtet, weil jede Art der Kommunikation Rechenleistung beansprucht, die andere Funktionen verlangsamen würde. „Und Schnelligkeit im Sinne der Reaktionszeit ist wichtig“, erklärt von Stryk.

Von hoher Bezahlung können die Studenten-Trainer nur träumen, Ehrgeiz ist aber vorhanden: „Wir wollen mit Hilfe hoch motivierter und wenig bezahlter Studentenarbeit besser abschneiden, als die Profis“, formuliert der Projektleiter das Ziel. Eine Parallele zu Bundesliga-Clubs gibt es aber dann doch: Auch die „Dribbling Dackels“ sind auf der Suche nach Sponsoren. Informationen unter www.robocup.informatik.tu-darmstadt.de.

Thomas Bach
26.4.2002
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